Dampfschifffahrt

Motorschiffe verkehren auf dem Saaler Bodden bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Regelmäßige Linien in Richtung Fischland wurden seit der Eröffnung der Bahnlinie Stralsund-Rostock am 1. Juli 1888 betrieben, denn Ribnitz war die Ausgangsstation geworden. Anfangs waren es segelnde Fährboote. Nach dem Ersten Weltkrieg aber lösten Motorschiffe die Segler ab.

Für die neu gegründete Ribnitz-Wustrower Dampfschifffahrtsgesellschaft war die MS "Onkel Fritz" auf der Linie. In dieser Zeit war das Motorschiff das modernste (und schnellste) Reisemittel zwischen Ribnitz und dem Fischland, denn die Fischlandstrasse gab es noch nicht.

Als jedoch, auch auf Initiative der Ribnitzer Stadtväter, 1929 die drei Meter breite Fischland-Chaussee bis nach Wustrow fertig gestellt war, schlug für die Boddendampfer die Schicksalsstunde. Omnibus und Postauto nahmen die Urlaubsgäste auf und brachten sie direkt in die Orte Dierhagen, Wustrow und Ahrenshoop. Eine solche Fahrt war zweifelsfrei schneller, jedoch oft nicht bequemer.

Trotzdem war die Konkurrenz der Strasse die Ursache dafür, dass 1931 die Dampfschifffahrtsgesellschaft Konkurs ging. Die Motorschiffe fuhren von nun an nur noch im Fährverkehr bzw. als Ausflugs- und Vergnügungsdampfer. Wiederbelebt wurde die Linie im Juli 2001, als der Wustrower Kapitän Bernd Kruse mit der MS "Boddenkieker" der Fahrgastbetrieb Kruse & Voß GmbH Wustrow den Verkehr zwischen Wustrow und Ribnitz-Damgarten wieder aufnahm. Der Linienbetrieb erfreut sich großer Beliebtheit.

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