„Swante wustrow“ heißt „heilige Insel“ und geht zurück auf das slawische Heiligtum, das einstmals auf dem Kirchhügel stand und auf die Tatsache, dass Wustrow einmal eine Insel war. Um Ribnitz von der Ostsee abzuschneiden, sorgte die Hanse 1395 dafür, dass der Recknitz-Ausfluss versandete, und die Landbrücke entstand, die das Festland mit Wustrow verbindet. Heute noch kann man den ehemaligen Wasserlauf vom Kirchturm aus erahnen.
„Wustrow“ taucht erstmals im Jahre 1235 auf und ist seit jeher von der Seefahrt geprägt, kann aber auch auf eine über 125jährige Seebad-Tradition zurückblicken. Der Ort hat sich seine persönliche und lebendige Atmosphäre erhalten und bietet Unterkunft, Gastronomie, Feste und Erholung für jeden Geschmack.
Jahrhunderte lang gehörte den Küstenbewohnern das, was das Meer an den Strand schwemmte. Menschen, die bei Schiffsstrandungen zu Schaden gekommen waren, konnten selten geborgen werden.
1865 fanden sich Menschen zu einem organisierten Rettungswerk zusammen: Die Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger wurde am 29. Mai in Kiel gegründet. Heute ist der Sitz der DGzRS in Bremen. Diese Gesellschaft vereinte auch 1866 die schon 1847 errichtete großherzogliche Rettungsanstalt zu Wustrow auf Fischland. Ausgerüstet mit Raketenapparat und Ruderrettungsboot wurde das Seenotrettungswerk ausgeführt.
Die Freiwillige Feuerwehr Ostseebad Wustrow wurde im Jahr 1919 gegründet und Carl Melchert war der erste Wehrführer. Das erste Gerätehaus stand damals in der Osterstraße, Ecke Herrmann-Löns-Weg, und beherbergte die Ausstattung der Feuerwehrleute, insbesondere eine Handspritze, mit der damals gelöscht wurde. Dazu bildeten die Feuerwehrmänner eine Eimerkette und schütteten jeweils von oben Wasser nach, während vier Kameraden die Spritze bedienten.